Unterstufe


 Das erste Schuljahr in der Unterstufe wird zur Eingewöhnung genutzt. Die Schüler lernen durch vielfältiges Spiel ihre Klasse, Rituale im Tagesablauf und im Schulleben kennen. Um dem Unterricht folgen zu können, sollen die Schüler befähigt werden, für das Lernen  bereit zu sein.

 Umgangsformen nehmen dabei einen wichtigen Stellenwert ein. Die Aufmerksamkeitsspanne wird im Verlauf der Unterstufe stetig erhöht, wobei die Lehrer und Lehrerinnen individuell zwischen den Lernphasen auch Entspannungsphasen einsetzen.  Die Sprechbereitschaft der Schüler wird gefördert und Sprechängste werden durch Vertrautheit und das liebevolle Miteinander abgebaut. Der Umgang mit verschiedenen Arbeitsmaterialien und das Arbeiten am Arbeitsplatz gehört auch zur Förderung der Lernbereitschaft.

 Grundlage für das spätere Leben ist die Gruppenfähigkeit. Die Schüler lernen Regeln einzuhalten, die für das soziale Zusammensein wichtig sind. Sie lernen sich gegenseitig zu akzeptieren und zu tolerieren, miteinander zu agieren und sich in der Gruppe ein- und unterzuordnen. Von besonderer Bedeutung ist die Akzeptanz anderer am pädagogischen Prozess beteiligter Personen, mit dem die Schüler im Verlauf ihrer Schulzeit immer besser umzugehen lernen müssen.    

 Einen großen Teil des Unterrichts nimmt die Selbstversorgung ein. Die persönliche Hygiene ist ebenso ein wichtiger Teil, wie zum Beispiel der selbstständige Toilettengang, das An- und Ausziehen, selbstständiges Einnehmen der Mahlzeiten usw. Die Schüler sollen befähigt werden, eigene Bedürfnisse nach ihren Möglichkeiten angemessen zu äußern, um sich mit der Umwelt verständigen zu können. Unterstützen können dabei Bilder (Stundenplan, Ämterplan), Pictogramme oder auch Gebärden.

 Eingebunden in die Vorhaben im Jahreskeis lernen die Schüler die Grundlagen zum Schreiben, Lesen und Rechnen. Bevor der Lesekurs beginnen kann, müssen die Schüler Situationen verstehen lernen und Bildfolgen lesen können. Grundlagen zum Schreibenlernen sind graphomotorische Vorübungen.

 Auch das Rechnen baut auf Qualitäten auf und führt über elementare Erfahrungen das Raumes und geometrischen Grunderfahrungen zum handelnden Umgang mit Mengen bis hin zum Kennen lernen, Wieder erkennen und Verwenden von Zahlen. Dabei werden die individuellen Kenntnisse und Fähigkeiten der Schüler berücksichtigt.