Mittel- und Oberstufe


 In den Mittel- und Oberstufen geht es vorrangig darum, die in den ersten Schuljahren erworbenen grundlegenden Fähigkeiten, Fertigkeiten und Handlungskompetenzen zu festigen, zu erweitern und selbständiger zu werden.

 Vor allem der Kursunterricht ist eine neue Erfahrung in der Mittelstufe. Als täglicher Unterricht in klassenübergreifenden Kleingruppen hat er das Ziel, entsprechend der individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler die Grundlagen des Lesens, Schreibens und Rechnens zu erarbeiten.

 Im Rechnen gehen die Schüler dabei immer von konkreten Erfahrungen und Handlungen aus. Unterrichtsthemen sind zum Beispiel: Würfelbilder erkennen, Mengen abzählen, Gegenstände sortieren, Uhrzeiten erkennen, den Kalender verstehen lernen, Längen oder Volumen abmessen, mit Geld umgehen lernen.

 Das Ganzwortlesen und das Erlesen und Schreiben von Buchstaben bzw. Wörtern wird im Kursunterricht erlernt. Wie in allen Bereichen lernen auch hier die Schüler auf möglicht anschauliche und zum Teil spielerische Weise, welche auf ihre Lebenspraxis ausgerichtet ist.

 Das Schreiben ist nicht nur auf den Erwerb der Schriftsprache beschränkt, sondern umfasst auch verschiedene Formen des sich Mitteilens, zum Beispiel durch schematische Zeichen oder Gebärden.

 Die Schüler lernen durch zunehmend komplexere Aufgabenstellungen und den gezielten Einsatz entsprechender Materialien ihre Aufmerksamkeitsphasen zu verlängern. Der Kursunterricht in dieser Form wird bis zum Ende der Oberstufe durchgeführt.

 Das Arbeiten im Vorhabenunterricht wird jeweils über einen längeren Zeitraum gestaltet. Die Themen, z.Bsp.: soziales Umfeld, Umgebung, Wohnen, Mein Körper, Mülltrennung, Aufklärungsunterricht, Natur, Verkehr, Material, Technik, Zeit, Medien uvm. werden von den Lehrkräften entsprechend der Leistungsfähigkeit der Schüler gestaltet. In den höheren Stufen werden dieseThemen weitergeführt. So ist die selbständige Zubereitung des Frühstücks eine Voraussetzung für das Kochen des Mittagessens in der Oberstufe.

 Das Miteinander gewinnt an Bedeutung. Es werden gemeinsam Regeln des täglichen Zusammenlebens aufgestellt, die akzeptiert und eingehalten werden sollen, die Wahrnehmung für das Anderssein des Anderen und die Akzeptanz dessen wird zum Beispiel im Umgang, in kleinen Rollenspielen und Geschichten geübt.